Creative Leadership in der Praxis – was ein „Ältestenrat“ mit guter Führung zu tun hat

Im ersten Teil ging es um eine einfache These: Innovation beginnt im Denken – und gute Führung bei der Selbstführung.

Doch wie bringt man diesen Gedanken aus dem Kopf in den Unternehmensalltag?

Vielleicht gerade dadurch, dass man nicht mit den üblichen Antworten beginnt.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, eine Führungskraft betrachtet eine aktuelle Herausforderung nicht aus ihrer heutigen Perspektive, sondern aus der Sicht ihres zukünftigen Ichs. Was würde dieses Ich rückblickend sagen? Welche Entscheidung war wichtig? Welche Sorge völlig unnötig? Und wovon hätte man sich besser früher verabschiedet?

Plötzlich verändert sich die Perspektive.

Genau solche Perspektivwechsel gehören zu Creative Leadership & Life Design von CMi management.

Die eigene Zukunft einmal rückwärts betrachten

Eine unserer ungewöhnlicheren Methoden ist der symbolische Abschied von alten Mustern. Das kann beispielsweise in Form einer augenzwinkernden „Grabrede“ geschehen.

Was darf gehen?

Der Anspruch, alles selbst kontrollieren zu müssen? Die Angst vor Fehlern? Eine Führungsrolle, die vor zehn Jahren funktioniert hat, heute aber nicht mehr?

Humor schafft dabei eine erstaunliche Distanz. Über Dinge, die ausgesprochen werden dürfen, kann man nachdenken. Und über Dinge, über die man gemeinsam lachen kann, manchmal sogar noch besser.

Auch ein „Ältestenrat“ kann neue Perspektiven eröffnen: Die Erfahrung und kollektive Intelligenz einer Gruppe werden genutzt, statt Lösungen ausschließlich von oben vorzugeben.

Das ist spielerisch – aber keineswegs beliebig.

Storytelling, Körpersprache und die Frage: Wie wirke ich eigentlich?

Führung findet nicht nur über Worte statt.

Wie betrete ich einen Raum? Wie erzähle ich von einer Veränderung? Vermittle ich Zuversicht, obwohl meine Präsentation eigentlich Zuversicht verspricht? Und stimmt meine persönliche Geschichte mit dem überein, wofür ich als Führungskraft stehen möchte?

In Rollenspielen, Auftrittsübungen und Körpersprache-Analysen wird Wirkung sichtbar. Nicht, um Führungskräfte zu Schauspielern zu machen. Sondern damit sie weniger spielen müssen.

Authentizität entsteht schließlich nicht dadurch, dass wir eine perfekte Rolle beherrschen. Sondern dadurch, dass Haltung, Sprache und Auftreten zusammenpassen.

Und was hat das mit dem Team zu tun?

Sehr viel.

Denn Teams reagieren nicht nur auf Strategien, sondern auf Menschen. Auf deren Offenheit, Klarheit, Humor und Bereitschaft, auch eigene Muster zu hinterfragen.

Deshalb kann Creative Leadership zunächst im vertraulichen Einzel-Coaching mit einer Führungskraft beginnen und anschließend in die gemeinsame Arbeit mit dem Team übergehen. Die Inhalte werden dabei individuell zusammengestellt – beispielsweise mit Schwerpunkten auf Führung, Konflikten, Innovation oder Teamentwicklung.

Vor dem Start steht eine Bedarfsanalyse mit Führungskraft beziehungsweise HR. Follow-up-Calls oder Einzel-Coachings können dafür sorgen, dass die Erkenntnisse nicht mit dem letzten Seminartag verschwinden.

Und selbstverständlich darf am Ende auch ein Zertifikat stehen – gerne mit einem Augenzwinkern. Denn Tiefgang und Leichtigkeit schließen sich nicht aus.

Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen:

Sich selbst ernst nehmen – ohne immer alles bierernst zu nehmen.

Creative Leadership & Life Design bedeutet deshalb nicht, Menschen eine neue Rolle beizubringen. Es schafft einen Raum, in dem Führungskräfte und Teams herausfinden können, welche ihrer Möglichkeiten sie bisher noch gar nicht genutzt haben.

Denn Zukunft entsteht selten dadurch, dass wir das Bekannte nur etwas besser machen.

Manchmal müssen wir uns erlauben, es anders zu denken.

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